Balkan 2026

Tag 15 – Von Budva nach Nordkroatien

Heimreise mit Zwischenübernachtung

Samstag, 17.07.2026

Heute letztes Frühstück im Invictus-Hotel. Die Koffer ins Auto, auschecken und los war der Plan, denn es ging über 700km bis an die kroatisch-slowenische Grenze für eine Zwischenübernachtung.

Doch beim Auschecken, sollte ich auf einmal 68 Euro für Getränke nachzahlen, obwohl wir ja nur 2 Getränke jemals am Pool bestellt haben.

Die Dame an der Rezeption war zwar maximal verwirrt, hat aber kein großes Problem draus gemacht. Jemand musste auf unser Zimmer seine Getränke geschrieben haben.

Die „Nachweise“ dazu konnten so schnell nicht aufgetrieben werden. Wir haben dann aber auch nur unsere 2 Getränke bezahlen müssen.

Vor der Abfahrt merkte ich schon, dass beim Abschlusstoilettengang etwas nicht stimmte. Aber gut unterwegs gibt es ja auch Toiletten und tanken müssen wir ja sowieso irgendwann.

Als Route wollte ich eine Alternative zur Standardroute über Dubrovnik. Ich dachte dort fahren alle lang und wird schnell einen Stau geben. Also schlug mir das Navi bei der Recherche auch ab und an mal eine Route durch Bosnien-Herzegowina vor. Das sah auf der Karte auch alles okay aus und die Reisezeit war ziemlich gleich.

Aber leider haben wir uns kurz hinter Cetinje gleich mal verfahren. Es gab dort eine neu und gut ausgebaute Straße, die das Navi aber irgendwie noch nicht so richtige kannte und anfing rumzuspinnen. Die Straße endete dann auch in einer Baustelle. Vor uns waren zwei polnische Motorradfahre, die ebenfalls verwirrt anhielten.

Wir drehten also um mit der Hoffnung den korrekten Weg doch noch zu finden.

Das Navi wollte uns immer östlich dieser neuen Straße haben. Irgendwann waren wir wieder ziemlich am Anfang der neu ausgebauten Straße und da stand ein Verkehrschild mit dem Ortsnamen Resna. Da dachte ich okay, da wird ja irgendeine Straße hinführen. Das war dann auch die Straße, die das Navi haben wollte.

Nur leider war das eine Straße, die wieder nur für ein Auto gedacht war. Sie führte uns durch das steinige mit engen Kurven übersäte Gebirge. Und das über 40km lang. Das hat ewig gedauert und allen im Auto wurde auch langsam etwas schlecht, von den Kurven, dem rauf und runter. So richtige Dörfer gab es dort gar nicht. Zum Glück kamen mir auf dieser Strecke nur 3-4 Autos entgegen.

Es war eine Tortur und ich würde es keinem Empfehlen der einen 10 Stunden Tripp vor sich hat.

Wir waren auch angenervt, weil wir auch nicht 100% wussten, ob wir auf dieser Straße an unser Zeil kommen und die Kilometer wurden nicht weniger. Wir hatte auch keine Lust Fotos von unterwegs zu machen, leider. Die Straße war anfangs noch gut asphaltiert wurde am Ende aber immer schlechter.

Irgendwann sind wir dann aber bei Grahovo wieder auf eine normale Straße gekommen und Richtung Grenzübergang Bileća. Der Grenzübertritt dort hat leider ca. 45 Minuten gedauert.

Mir ging es dann aber immer schlechter, ich hatte Magenstechen, etwas Darmprobleme, Schweißausbrüche und war total erschöpft. Also mussten wir das Steuer wechseln.

In der Stadt Stolac gab es dann einen langen Stau bei 39°C Außentemperatur, was auch noch mal mindestens eine halbe Stunde Verzögerung eingebracht hatte. Zum Glück lief die Klima im Auto vorschriftsgemäß, obwohl ich mit meinen Magenproblemen trotzdem alle halbe Stunde durchgeschwitzt war, was wohl dem gestrigen Eis gelegen haben muss, denn sonst hatte niemand von uns solche Probleme.

An der nächsten Tanke wollten wir einen Stopp machen und mussten vor der Einfahrt warten, um links einbiegen zu können als rechts von uns ein Wagen über den Schotter an uns vorbei preschte und mit einem Wagen vor uns, den wir rauslassen wollten leicht kollidierte. Schöner Blechschaden an den beiden Autos. Für uns ging es dann aber zum Glück weiter.

Wir verließen Bosnien-Herzegowina am Grenzübergang Bijača, wo die Wartezeit ca. 25 Minuten dauerte. Zwischendrin gab es mal eine Mautstrecke, welche aber nicht in Euro bezahlt werden konnte. Da mussten wir eine Kartenzahlung vornehmen.

Die restliche Fahrt verlief dann entspannter obwohl es dann immer noch ein echt weiter Weg war. Wir mussten zwischendrin noch in der Unterkunft „Stara Vodenica“ über die Booking-App bescheid geben, dass wir die Check-In Zeit 20:00 Uhr nicht schaffen werden. Aber das war kein Problem, der Schlüssel wurde bereitgelegt.

Auf der Route weit entfernt wurden zwar Staus angesagt, aber die lösten sich bis zum Erreichen glücklicherweise auf.

Gegen 21:00 Uhr sind wir dann endlich in der Unterkunft angekommen. Stara Vodenica oder Old Mill wie es das Navi schrieb, ist eine alte Wassermühle, welche künstlerisch kitschig aber teilweise rustikal gestaltet ist. Es roch in der 2-Zimmer Unterkunft zwar wie bei Oma, aber das war uns nach der anstrengenden Fahrt egal. Es gab sogar eine Klimananlage und eine Küchenzeile.

Auspacken hinlegen und schlafen…