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Tag 7 – Übersetzen auf die Orkney-Inseln



Sonntag, 17.07.2016



Nach dem zeitigen Frühstück im Hotel sind zur Fährstation nach Gills gefahren. Unterwegs streiften wir das Castle of Mey, welches aber zur dieser Zeit noch geschlossen war. So konnten wir nur von außen ein paar Fotos machen.
Eine Stunde vor Abfahrt der Fähre trafen wir am Check-In ein. Man muss mindestens eine halbe Stunde eher da sein, sonst darf man nicht mehr mit. Die einstündige Überfahrt verbrachten wir auf dem Oberdeck. Die See war ruhig und das Wetter trocken. Angekommen in St. Margarets Hope steuerten wir erstmal Kirkwall an. Von da aus dann nordwestlich zum Ring of Brodgar, eine kreisrunde Formation von Steinblöcken. Ähnlich dem weltbekannten Stonehenge in England. Allerdings soll diese Formation noch älter sein.
Es wird vermutet, dass sie zu rituellen Zwecken benutzt wurde. Unweit enfernt liegt Skara Brae. Das ist ein zufällig entdecktes Steinzeitdorf. Bei der Besichtigung hatten wir großes Glück, da eine schweizer Busreisegruppe gerade auch dort Station machte. Deren Reisführerin erklärte detailliert was sich in der Steinzeit alles dort so abspielte. Da folgten wir der Gruppe also ganz unauffällig. Wir erfuhren dadurch, dass sich dabei eigentlich um zwei Dörfer handelte. Eines wurde 300 Jahre genutzt und als die „Abfallhaufen“, welche im Prinzip ja nur Kompost waren, zu groß wurden baute man darauf dann ein neues Dorf. Dieses hatte wiederum 300 Jahre bestand. Durch die Erosion der Atlantikküste versalzte der vorgelagerte Süßwassersee und die Siedlung wurde aufgegeben. So jedenfalls die Vermutung.
Angrenzend befindet sich das Skaill House Gutshaus, das als Museum benutzt wird und im 17. Jahrhundert erbaut wurde. Auf einem Friedhof aus dem 12. Jahrhundert, wie man später bei Erweiterungsarbeiten herausfand. In dem Haus wohnte auch einst der Entdecker der Steinzeitsiedlung Skara Brae. Selbst Queen Mum war dort ab und an mal zu Gast.
Nach einem großen Bogen sind wir dann wieder zurück nach Kirkwall. Da besuchten wir die St. Magnus Cathedral. Ein beeindruckenden Kirchengebäude, das aus der Wikingerzeit erhalten blieb. Danach galt es die Stadt zu besichtigen und am Abend eine geeignete Lokalität zur Nahrungsaufnahme zu finden. Was uns in Form eines rustikalen Pubs auch gelungen ist.
Anschließend fuhren wir zur Ablegestelle für die nächtliche Überfahrt nach Lerwick auf den Shetland-Inseln. Wir mussten noch bis kurz vor Mitternacht warten und deshalb machten wir es uns erstmal im Auto bequem. Gegen 23:45 Uhr startete die Fähre.