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Tag 6 - Aufenthalt in Elk/Lyck



Samstag, 01.07.2017



Nach der ersten Nacht in Elk machten wir uns auf ein wenig die Stadt zu erkunden. Als Erstes gingen wir zu einer Schmalspurbahn-Anlage mit Museum. Leider waren wir etwas zu spät dran, da die Bahn nur einmal am Tag um 10:00 Uhr abfährt. Wir sahen uns etwas die ausgestellten Lokomotiven und Wagen an. Als nächstes Ziel war der sanierte Wasserturm angesagt. Am See entlang findet man zahlreiche Restaurants. Der Wasserturm ist in Besitz einer deutschen Minderheitsgemeinde. Mit einem freundlichen „Guten Tag“ grüßten wir und nun wussten wir – hier versteht man uns. Wir fragten, ob man den Turm auch von innen besichtigen könne. Das war möglich. Ein 86-jähriger Mann, der aus Deutschland wieder in seine Heimat hier zurückkehrte führte uns in den Turm. Auf mehreren Stockwerken verteilt, waren Räume hergerichtet und zahlreiche historische Dinge ausgestellt. Irgendwie musste man sich erst wieder daran gewöhnen mit einem Fremden normales deutsch zu reden und nicht so abgehackt, wie man mit jemanden spricht, der nur wenig deutsch kann. Mit aller Ruhe erklärte uns Gerhard was wir in den Räumen sahen. Unter anderem ein Tafelservice aus dem 16. Jahrhundert. Er nannte die Stadt natürlich nicht Elk, sondern die den deutschen Namen Lyck. Nach der Besichtigung wurde uns Kaffee und Kuchen angeboten. Es gesellten sich noch ein paar andere Gemeindemitglieder zu uns und wir verweilten dort noch eine Weile. Dabei wurden uns einige lustige Anekdoten erzählt. Nach einer kleinen Spende verließen wir das Grundstück wieder und liefen zu der Ruine eines alten Schlosses des Deutschen Ordens aus dem 15./16. Jahrhundert. Das auf einer Insel befindliche Gemäuer wurde von einem privaten Investor gekauft und soll zu einer Hotelanlage umgebaut werden. Leider ist davon noch nichts zu sehen. Zum Abend hin sind noch mal rausgegangen um an den zahlreichen „Lody“-Ständen ein Eis zu essen. Da das Wetter heute mal gut war nutzen wir die Gelegenheit für eine Tretboottour auf dem Elker See. Wir sahen uns währenddessen die Schlossruine von der Seeseite aus an und probierten die 360 Grad Kamera aus. Danach stärkten wir uns in einem schönen Pub. Gegen 22:00 Uhr suchte ich noch eine Discothek am Strand auf. Mich interessierte wie Polen feiern würden. Es gab dort zwei Floors. Einmal mit polnischer Livemusik, was unserem Schlager ähnelte und ein Floor mit internationaler Clubmusik. Die Örtlichkeit war tagsüber wahrscheinlich ein Restaurant. Als ich da so mit meinem Getränk an einem Tisch saß und das Treiben beobachtete, gesellten sich zwei männliche Einheimische zu mir. Einer von beiden sprach gut Englisch. Wir unterhielten uns, doch irgendwann wurden die anfangs freundschaftlichen Umarmungen immer häufiger. Anfangs dachte ich vielleicht ist das normal hier in Polen und gut. Aber der Typ mir gegenüber lächelte mich immer so komisch an und ich dachte nur - ich muss hier schleunigst irgendwie weg. Ich bin dann leicht panisch aufgestanden und meinte ich müsse zum anderen Floor, da ich hier nichts verstehe. Glücklicherweise begegnete ich den Beiden den Rest des Abends kaum noch. Im anderen Floor tanzte ich ein wenig und kam mit ein paar Leuten in Kontakt, die vielleicht etwas jünger als ich waren. Einer von Ihnen ist auch Mitglied der deutschen Gemeinde. Seine Großmutter hat die Gemeinde sogar gegründet, meinte er. Viele von Ihnen hatten zwar in der Schule auch Deutsch gelernt, aber wieder vergessen, weil zu schwierig. Daher sprachen wir in Englisch, was trotz des Lärms ganz gut klappte. Ich fühlte mich gleich aufgenommen in dem Kreis und war mit den Mädels auch kurz noch tanzen. Gegen 3:00 Uhr schlenkerte ich dann in halbkreisförmigen Bahnen an der Promenade zurück zur Unterkunft.