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Tag 4 - Ein Tag in Giby (PL)



Donnerstag, 29.06.2017



Vom vierten Tag gibt es nicht viel zu berichten. Die Nacht verbrachten wir auf den Sofa in unserer Notunterkunft. Nachts zog 2-3 Stunden ein gewaltiges Gewitter über uns. Da war nicht viel mit schlafen. Unser Pannendienst-Mechaniker hat den Diesel abgelassen, um nach der Kraftstoffpumpe zu sehen. Da er aber noch auswärts einen Termin hatte, konnte er erst gegen 12:30 Uhr wieder weiter an unserem Auto nach dem Fehler suchen. Diese Zeit nutzten wir um uns den Ort etwas genauer anzusehen. Glücklicherweise befand sich in dem kleinen Ort Giby auch ein Bankomat. Wir entdeckten einen weiteren Sklep (Shop) für Waren des alltäglichen Bedarfs und eine Schule mit gut ausgebauter Sportanlage. Die Häuser in dem Örtchen sehen ganz gut erhalten aus. Viele sind traditionell aus Holz. Es gibt aber auch einige neu gebaute Wohnhäuser mit schönen Vorgärten. Bevor wir zum Mittag in der bei Anreise bereits gesichteten Bar einkehrten, suchten wir noch den angrenzenden See auf. Da es ausnahmsweise mal nicht regnete uns gleich ziemlich warm wurde, machten wir es uns auf einem Bootssteg kurz bequem. Dann ging es zur Bar um ein paar Piroggen zu essen. Diesmal mit Blaubeerfüllung. Auf dem Rückweg zum Pannendienst sahen wir uns noch die Ortskirche von außen an und ein vor kurzem errichtetes Mahnmal für die Schandtaten Stalins nach Ende des 2. Weltkrieges. Die rote Armee führte offenbar „Säuberungen“ durch um die polnische Heimatarmee und andere Unabhängigkeitsgruppen zu verhaften bzw. zu töten. Der genaue Vorgang kann in der Bildergalerie nachgelesen werden. Gegen 13:00 Uhr fing der Mechaniker wieder an unserem Auto weiter zu basteln. Da er wie immer nicht gesprächig war, warteten wir oben in unserer Bleibe und warteten auf den nächsten Regen und das nächste Gewitter. Später fragten wir, was denn nun defekt sei. Da erfuhren wir, dass die Kraftstoffpumpe wohl in Ordnung ist. Er fummelte und fummelte weiter. Nachdem wir nicht mehr das Gefühl hatten, dass diesen Sommer hier noch ein Fortschritt zu verzeichnen ist, suchten wir nach Lösungen. Wir entschieden uns dann am nächsten Tag uns in eine Ford-Werkstatt ins 90km entfernte Elk schleppen zu lassen. Zum Abendessen nutzen wir eine Regenpause und gingen zu unser „Lieblingsbar“ und bestellten zwei Schweinenackensteaks. Das Fleisch schmeckte sehr gut. Der Wirt sprach auch ganz gut deutsch, sodass wir mit ihm auch einen kleinen Plausch halten konnten, was mal ganz angenehm war im Gegensatz zu unserem schweigsamen Kfz-Experten. Mit gefüllten Mägen machten wir uns wieder zurück in unser Domizil, um die Nachtruhe einzuleiten. „Tomasz der Schweigsame“ lud noch kurz vor 24 Uhr unseren Transit alleine auf. Respekt dafür - keine Ahnung wie das alleine ging. Wir hätten ja auch gerne geholfen. Am nächsten Tag war dann für 6:00 Uhr Abfahrt zur Ford-Werkstatt geplant.