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Tag 14 - Heimreise durch die Ukraine und Polen

Fretag, 06.06.2014



Heute beginnt also unsere Heimreise. 12 Länder und knapp 5000km liegen hinter uns. 1400km, die Ukraine und einmal quer durch Polen liegen noch vor uns. Um 8.15 Uhr starten wir zur ukrainischen Grenze. Die Straße gleicht eher einem Wirtschaftsweg für Traktoren, denn einer Europastraße. Wir hoffen, dass es nach der Grenze besser wird.
Diesen 100km längeren Weg haben wir aufgrund der miserablen Straßenverhältnisse in Transnistrien und der Ukraine gewählt. Außerdem sparen wir uns damit den Grenzübergang zurück nach Moldawien. Dort scheinen die Kontrollen schärfer zu sein.

An der Grenze gibt es einen kleinen Vorposten, an dem man eine Art Laufzettel bekommt. Danach wieder das übliche Prozedere. Zollkontrolle, Pässe und Austragen unseres Aufenthalts. Alles Handschriftlich in sauber geführten Büchern.
Das Gepäck wird stichprobenartig geprüft. Keine Frage nach Video oder Fotos? Die Ausreise aus Transnistrien scheint nicht so kompliziert wie angenommen.
Die ukrainischen Grenzer wollten da schon etwas mehr sehen. Fahrgestellnummer des Autos, mehrmalige Überprüfung unserer Dokumente, Fragen über die AU-Plakette (die es ja schon lange nicht mehr gibt). Und was ist in dieser Kiste im Kofferraum? Der Gaskocher zum Zelten. Er sieht die Schlafsäcke und Isomatten und glaubt uns. Trotzdem verging hier wieder eine Stunde.
Jetzt sind wir in der Ukraine. Was uns hier an Straßen unter die Räder kommt spottet jeder Beschreibung. Kein Wunder das viele Fahrzeuge, welche wir sehen, nur noch über die Straßen schlingern. Die Fahrwerke dieser Autos sind völlig im Eimer.
Wir lassen uns nicht beirren und lassen uns die ersten 700km mal so richtig durchschütteln. So bekommt man wenigstens kein Auge zu und kann sich die trostlose Gegend ein wenig näher betrachten.
Um 19 Uhr nähern wir uns der Stadt Lviv (Lemberg). Die Sonne kommt jetzt von vorn. Die Richtung stimmt also. Was hier nicht stimmt, ist die Straße.
Eine Europastraße mit Löchern so groß das man einen Kleinwagen verstecken kann. Hauptsache die Autos halten durch.

Die Straße wird kurz vor Lviv (Lemberg) etwas besser und wir kommen wieder zügig voran. In Lemberg gehen wir gemeinsam zum letzten Abendmahl, da die Reisegruppe Süd wegen Müdigkeit noch eine Nacht in der Stadt weilen möchte. Reisegruppe Ost hingegen hat das Heimweh gepackt und fährt weiter zur ukrainisch-polnischen Grenze.

Um 23 Uhr erreichen wir nun wieder die EU Außengrenze. Wir bekommen wieder einen Laufzettel und wissen erst gar nicht so recht wohin, da einige polnische Staatsbürger im Zickzack zur Pass und Zollkontrolle laufen. Wir gehen nun auch zur Überprüfung unserer Einreise. Der etwas genervten Beamtin geben wir unseren Laufzettel und unsere Pässe. Costum Control sagt sie zu uns. Hä. Eigentlich waren wir der Meinung, dass wir uns an Grenzen mittlerweile auskennen. Ok, wir brauchen erst einen Stempel vom Zoll. Diesen bekommen wir auf der anderen Seite. Aha deswegen laufen hier die Leute kreuz und quer. Roter Stempel auf den Laufzettel drauf und ab zur Passkontrolle. Jetzt möchte auch die genervt Beamtin für uns arbeiten.
Den Zoll interessiert wenig was wir so mitführen und kontrolliert lediglich nochmal unsere Pässe. Das wars. Nach einer dreiviertel Stunde sind wir in Polen und können jetzt unsere Heimreise ungehindert fortführen.
Es sind zwar noch gut 650 km durch die Nacht, aber der Mond scheint hell und weist uns den Weg.

Jetzt sind wir fast wieder in der Heimat.
Wir haben 14 Länder bereist und sind 6020 Kilometer mit dem Auto gefahren. Es war anstrengend, beeindruckend, vielfältig und einfach nur schön. Wir konnten unsere miserablen Englisch und Russischkenntnisse auffrischen, wenn auch manchmal nur mit Händen und Füssen.
Wir trafen Menschen die sehr herzlich, andere sehr streng manche leicht aggressiv auf uns wirkten. Einige Menschen haben uns geholfen, viele wollten nur unser Geld.
Tja so geht’s auf der Welt zu.