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Tag 13 - Hinterland von Transnistrien

Donnerstag, 05.06.2014



Heute ist erst mal Ausschlafen angesagt. Das winzig, kleine Frühstückchen für 5€ ist schnell verputzt. Die Deutschen haben es ja bekanntlich Dicke.
Wir müssen heute schon unser Hostel bezahlen, damit wir eine Rechnung in der Hand haben, um mit dieser dann die Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Nach mehreren Telefonaten der Vermieterin kommt dann endlich eine Dame und schreibt die Rechnung (20€/Person und Nacht + 5€ Frühstück).

Wir fahren in die Stadt und suchen die Polizeistation, auf der wir unsere Aufenthaltsgenehmigung für 2 Tage bekommen sollen. Auch mit Navi wird die Suche zu einem "Nadel im Heuhaufen Spiel".
Trotz Navi verfahren wir uns. Dabei kommen wir unbeabsichtigt in eine Gegend, in der man eine Art Truppenübungsplatz mit Militärfahrzeugen einsehen konnte. Fotos haben wir hier lieber nicht gemacht.
In der Polizeistation zeigen wir unsere Pässe und das Migrationszettelchen einer Beamtin, die gerade ihre Mittagspause beendet hat. Sie scheint gut gelaunt zu sein, denn sie füllt alle notwendigen Dokumente für uns aus. Alle anderen Wartenden müssen die in kyrillischer Schrift verfassten Papiere allein ausfüllen.
Unsere persönliche Sekretärin benötigt für uns sechs Fälle ca. eine halbe Stunde. Hätten wir die Erklärung selbst geschrieben, wären wir wahrscheinlich für immer Einwohner von Transnistrien geblieben. DANKE Tanja.

Jetzt können wir uns wieder frei bewegen und treffen unseren Guide Tim am Domsowjet, einem prunkvollen Gebäude in der Stadt.
Er möchte uns heute ein paar Dörfer, Kirchen und Mahnmale zeigen.
Eine uralte Seilfähre, welche aus ein paar Stahlplatten zusammengeschweißt wurde, bringt uns zunächst auf das gegenüberliegende Ufer des Flusses Dnister (Nistru). Danach geht die Fahrt weiter zur ältesten orthodoxen Kirche in Moldawien. Denn eigentlich gehört Transnistrien immer noch zu Moldawien - schöne Kirche, schöner Glockenturm und schöner Garten. Gut, dass wir Tim dabei haben. Er kennt hier wirklich jeden. Über ihn lief ja auch schon die Buchung des Hostel.

Als nächstes fahren wir zu einem Mahnmal des 2. Weltkrieges. Es liegt etwa 30km von Tiraspol entfernt und steht auf einer kleinen Anhöhe, so dass man es schon aus der Ferne erkennt. Hier stand die deutsche Wehrmacht und wurde durch die russische Artillerie zurückgedrängt. Hin und wieder kommen wohl auch ein paar deutsche Familien, um ihren Angehörigen zu gedenken.

Weiter geht es durch ein paar Dörfer. Diese unterscheiden sich jetzt nicht mehr so sehr von anderen Dörfern, in den anderen bereisten Ländern. Es sieht auch hier recht ärmlich aus im Verhältnis zu Deutschland.
Wir gehen in ein "Magasin", welche es hier an jeder Ecke gibt. Da kann man so ziemlich alles kaufen, was benötigt wird. Ein richtiger Tante Emma Laden, wie es ihn in Deutschland auch mal gab. Wir kaufen ein paar Getränke und russische Spezialitäten - gesalzene Anchovis und Kalamares in Plastiktüten. Mmh lecker.

Nun möchte uns unser Guide Tim noch den Präsidentenpalast nebst Gartenanlage zeigen. Wir fragen ihn, ob es den erlaubt sei zu fotografieren. No Problem meint er. Na klar. Wir sind ja in einem Land wo man alles darf.
Knips, Knips und schon kommt ein Uniformierter Bediensteter des Hauses herbeigelaufen. Wahrscheinlich wird er uns gleich die Türen öffnen und uns dem Präsidenten vorstellen. Nein tut er dann doch nicht. Er weist uns aber trotzdem darauf hin, dass das Fotografieren nicht so ganz erwünscht ist.

Am Abend begeben wir uns wieder mit einem Taxi in die Stadt und lassen uns mit Moldawischen Gerichten durch Einfluss der russischen Küche verwöhnen.
Heute geht es zeitig ins Bett, da wir morgen um 7 Uhr unsere Heimreise durch die Ukraine antreten werden.