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Tag 10 - über die Donau nach Chisinau (Moldawien)

Montag, 02.06.2014



Wir erwachen bei herrlichstem Sonnenschein und Hühnergegacker. Ein kleines Campingfrühstück soll reichen, denn die Zeit läuft.

Das Ziel unserer heutigen Tagesetappe heißt Chisinau in Moldawien. Das Treffen mit der anderen Gruppe, die nach Bukarest fuhr, ist im Ort Tecuci, nahe der rumänisch-moldawischen Grenze geplant.

Vorbei an der Kleinstadt Tulcea geht die Route entlang des Donaudeltas.
Bis zur Fähre nach Galati sind es noch gut 80 km. Man sieht Schildkröten, Schlangen und anderes Getier, welches die Straße quert. Natur pur. In jedem Dorf gibt es mindestens 3 Nester von Weißstörchen, die gerade Ihre Jungen aufziehen. Hier müssen ideale Lebensbedingungen für Störche und andere Zugvögel herrschen.

An der Fähre, die uns von Bratianu nach Galati übersetzt, scheint die Donau etwas über die Ufer getreten zu sein, denn wir müssen durch Wasser fahren. Der Einweiser auf der Fähre gestikuliert uns, dass die Donau wohl 10m zu viel Wasser führe. 15m Tiefe wäre normal. Jetzt sind es 25 Meter. Hui, ganz schön viel. Die Überfahrt kostet für 1 PKW + 2 zusätzl. Personen, 21 Leu (ca. 5€).
Hier endet also die knapp 3000 km lange Donau. Der Fluss, welcher uns seit Beginn unserer Reise schon durch viele Orte (Bratislava, Budapest, Belgrad) begleitet hat, ergießt sich mit 6700 m3/sec. ins schwarze Meer.

Bis Tecuci sind es noch knapp 50km, wo uns die Anderen schon erwarten. Nach einem großen Dorf, folgt ein Kleineres dann wieder Landschaft. Zeit für ein kleines Mittagsschläfchen.

Anders als geplant treffen wir uns nun doch erst hinter Husi (ca.20 km) vor der Grenze wieder. Nach einer kurzen Kaffeepause, geht die Tour jetzt wieder zu sechst weiter.

Wir sind jetzt an der Grenze zu Moldawien. Pässe und Fahrzeugpapiere kontrollieren geht für Ausreise aus der EU relativ schnell (ca. 0,5 Std).
Jetzt noch schnell eine Vignette für 4 € besorgen und dann könnte es weiter gehen.
Ja, könnte. Leider werden wir von Schalter zu Schalter gejagt. Die einen haben Feierabend, Andere geben keine Vignetten aus, obwohl es am Schalter steht. Wenn man dann noch Einreisende vor sich hat, die irgendwelche Waren anmelden und verzollen, kann einem die Lust vergehen. Naja, wir sind ja geduldig und kommen aus der ehem. DDR. Da ist man warten und anstellen gewohnt. Ein Leben lang.
Endlich, wir sind dran. 1 Vignette BITTE. Legen 4 €, wie auf dem Zettel steht hin. Die nette Frau erzählt uns was von Ecology. Aha, Dieselfahrzeug ist teurer. 5,37€. Kein Problem wir legen 2 € drauf. Geht auch nicht. Warum bekommen wir diesen Scheiß Zettel nicht? Nach langem hin und her, hilft uns dann endlich ein Zöllner (Vama Custom) der etwas Englisch kann. Es ist nicht möglich mit Münzen zu bezahlen. Alles klar. Also legen wir einen 10€ Schein hin. Von da an ging alles ganz fix. Als letzte Hürde gehen wir nun mit diesem Zettel zum nächsten Zollbeamten und bekommen endlich einen Zettel auf dem Vinieta steht. Ohne dieses Certivicat geht weiter hinten die Schranke nicht auf. Das ganze Tamtam hat uns zwei Stunden gekostet. Mist.

Prima wir sind in Moldawien. Auf geht’s nach Chisinau. Es begrüßt uns eine bewaldete Hügellandschaft bei schönstem Sonnenschein. Es ist jetzt bereits 20 Uhr aber auch nur noch 50 km bis Chisinau.
In Chisinau angekommen, muss das erste Hotel wegen Renovierung leider absagen. Im nächsten haben wir mehr Glück. Zwei Appartements im leicht russisch angehauchten Stil.