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Tag 9 - Bulgarien nach Rumänien ins Donau-Delta

Sonntag, 01.06.2014



Am heutigen Sonntag wird etwas anders als sonst verlaufen. Wir werden uns für einen Tag trennen und uns Morgen in Moldawien wieder treffen. Reisegruppe Süd möchte Bukarest einen Besuch abstatten, während wir nach Rumänien ins Donaudelta zum campen fahren werden.

Nach einem guten Frühstück im Hotel geht es um 11 Uhr Ortszeit los. Wir lassen den Sonnenstrand hinter uns und kommen zügig voran. Entlang der Küstenstraße hat man immer wieder Sicht und Panoramabuchten auf das Schwarze Meer. Es geht durch Wälder und kleinere Dörfer bis nach Varna.

Gleich hinter Varna beginnt auch schon der Goldstrand welcher im Vergleich zum Sonnenstrand bei Burgas eher ruhig und beschaulich zu sein scheint. Zu dieser Jahreszeit fehlen jedoch die Touristen, da die Strände wie leer gefegt sind. Egal wir wollen weiter.

So langsam kommt die rumänische Grenze in Sicht und wir investieren unsere letzten Lev in Getränke, Zigaretten und Grillgut. Was wir da zum Grillen gekauft haben wissen wir nicht, werden es aber heute Abend bei 2-3 Bier auf einem Campingplatz herausfinden.

An der bulgarisch-rumänischen Grenze werden wir nach einem Minicheck unserer Pässe durchgewunken.
Eine Vignette benötigt man hier für alle Straßen. Dafür machen die Rumänen auch ganz schön Tamtam drumherum. Nach Vorlage des Fahrzeugscheins werden 5 A4 Zettel ausgedruckt, auf welchem einer unterschrieben werden muss. Da sind 3 Euro gut angelegt. Und schon geht die Reise Richtung Constanta weiter.

Vom ersten Eindruck her ist keine Armut zu sehen. Kleine hübsche Häuschen wechseln sich mit Neubaukomplexen in den Städten ab. Wir sind überrascht, alles ist sauber und recht gut gepflegt. Das sauberste Land was wir bisher gesehen haben. Einfallsreich scheinen die Rumänen jedenfalls zu sein. In Mangalia (einem Ort gleich hinter der Grenze) geben Sie Ihren Stadtteilen Namen wie: Saturn, Neptun, Jupiter oder Venus. Schon komisch.
Hinter Constanta erstreckt sich eine weites Land. Felder und Ackerflächen so weit das Auge reicht. Schafherden werden von Hirten getrieben, Ziegen und Kühe stehen am Straßenrand. Wie in einem Bilderbuch sieht es hier aus. Die Straße geht schnurgeradeaus und die nächste Kurve kann man nur erahnen.
In den Dörfern sieht man kleine schmucke Häuschen (eher Katen) mit liebevoll hergerichteten Vorgärten. Jeder baut das Gemüse an welches er zum täglichen Bedarf benötigt. Alles wirkt wie aus einer längst vergangenen Zeit. Bauern sitzen auf von Eseln gezogenen Karren und bringen das Futter fürs Vieh heim.
Wir vermuten das hier ein Stufe der Kommunikation ausgelassen wurde. Festnetztelefone kennt man hier nicht. Dafür hat hier jeder ein Handy in der Hand (auch die Bauern auf den Eselkarren). Das Funknetz scheint hier besser ausgebaut wie in Deutschland

Endlich kommen wir im Ort Murighiol am Rande des Donaudelta an und suchen den laut Karte eingezeichneten Zeltplatz.
In einem Gartengrundstück prangt das Schild: gelistet im ADAC Stellplatzführer Wir werden freundlich von einem dicklichen Rumänen, der recht gut deutsch kann begrüßt und sofort zu einem Schnaps eingeladen. Wahrscheinlich wollte er damit seine Gastfreundschaft zeigen. Leider ist auch hier der Kapitalismus voll angekommen. Er will allen ernstes 8€/Person pro Nacht haben. Für Zelten?
Tja, wie schon die Tage zuvor festgestellt, der Preis regelt sich nach Angebot und Nachfrage.
Als nächstes möchte er uns eine Bootstour im Donaudelta aufquatschen. Eigentlich hätten wir da schon Bock drauf. Aber auch hier 35€/Per, für 2 Std.
Wir lehnen dankend ab, auch wenn er an diesem Abend noch 5 mal nachfragt und jedes mal mit dem Preis runtergeht.

Zudem wäre die Zeit sowieso knapp bemessen, da wir morgen früh weiter nach Moldawien und bis Chisinau kommen wollen.
Nach einem reichhaltigen Abendessen vom Grill, lassen wir den Tag bei Lagerfeuer langsam ausklingen und legen uns in die Schlafsäcke. Ein leichter Regen begleitet uns in den Schlaf.

GUTE NACHT