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Tag 3 - Kosovo - Ohrid (Mazedonien)

Montag, 26.05.2014



Nach einer ruhigen Nacht in recht guten Betten stehen wir gegen 8.30 Uhr auf. Frühstück im Hotel fällt leider aus, da die Küche im Erdgeschoss durch Unwetter am Vortag völlig überschwemmt ist. Bei einem Bäcker ganz in der Nähe können wir dann doch einen Kaffee und etwas Gebäck zu uns nehmen.

Unser heutiges Tagesziel ist der Ohrid-See im Süden von Mazedonien. Diesmal soll es ein Zeltplatz in der freien Natur werden.
Natürlich fahren wir nicht direkt dort hin, sondern nehmen einen Umweg von ca. 200 km auf uns, um auch mal in den Kosovo zu kommen. Die Stadt Pristina und das Amselfeld sollen dort die Besichtigungsorte sein.
An der Grenze werden wir von den mazedonischen Zollbeamten empfangen und in gutem Deutsch nach Marihuana oder anderen Drogen gefragt. "Natürlich" sagen wir und er muss grinsen.
Da er uns so nett danach fragte, wollten wir von ihm im Gegenzug wissen, ob er vielleicht ein paar Bier für uns hätte. Hatte er leider nicht. Schade.
Die kosovarischen Grenzer waren da schon anders drauf.
"Woher, wohin, was wollt ihr hier?"
Nachdem wir ihm klargemacht haben, dass wir Touristen sind und einfach mal nur das Land sehen wollen, war alles wieder prima.
Einzigstes Manko, die grüne Versicherungskarte aus Deutschland zählt hier nicht. Für 30€ muss man sich eine Haftpflichtversicherung für 15 Tage (auch wenn man nur 1Tag bleibt) kaufen, welche im Einsatz wahrscheinlich sowieso nichts zählt. Wollen hoffen dass wir diese auch nicht brauchen.

In einem Einkaufszentrum welches dem deutschen Standard in nichts nachsteht, können wir unsere Bier und Energy-Drinks (für die Fahrer) wieder auffüllen. Das Einzige was hier völlig unbekannt zu sein scheint, ist Senf.
Ebenso ist das Fotografieren in derartigen Gebäuden untersagt und wir müssen wieder einmal Bilder unter Aufsicht löschen.

Nach einer 1,5 stündigen Fahrt erreichen wir Pristina. Leider reicht die Zeit nur für eine kurze Durchfahrt um wenigstens einen groben Eindruck (siehe Video unter Kosovo) zu bekommen. Pristina ist eine sehr lebendige Stadt, in der man nichts mehr von Krieg und Zerstörung erkennen kann.
Unser nächstes Ziel ist das Amselfeld "Gazimestan".
Ein recht schlichtes und ungepflegtes Monument mit einer geschichtsträchtigen Vergangenheit, welches durch die Polizei bewacht wird (Reisepass wird für die Dauer des Besuchs einbehalten).
Hier wurde im 14. Jahrhundert die Schlacht zwischen Türken und Serben ausgetragen, welche zu beiden Seite mit unzähligen Opfern zu beklagen war. Diese Schlacht legte den Grundstein der kulturellen Entwicklung in Serbien und wird aus diesem Grund immer wieder von kosovarischen Jugendlichen beschmiert.
Fazit Kosovo:

  • ganz normale Menschen
  • man fühlt sich nicht unsicher
  • Grundstücke sind billig (60 ar Land kosten 6000€)
  • es wird so ziemlich mit allem gehandelt und gedealt
Anmerkung: Den Kosovo sollte man vom Süden aus bereisen. Bei der Einreise in den Kosovo über Serbien könnte es bei späteren Besuchen in Serbien zu Problemen kommen.

Wir fahren weiter über das Planina-Gebirge – eine gute Paßstrasse (1093mNN) - über einen anderen Grenzübergang zurück nach Mazedonien bis Tetovo, denn unser Nachtlager am Ohrid-See, liegt noch gut 230 km entfernt. Die Straße windet sich bergauf – bergab durch die schöne Landschaft. Ein kurzer Rast an einer verlassenen Tankstelle gibt uns die Möglichkeit unser ersten Gruppenfoto zu machen. Immer wieder sehen wir Fahrzeuge, welche offensichtlich immer noch Minenfelder zu beräumen haben.
Eine schöne Serpentinenstrasse führt uns weiter bis nach Ohrid.
In Ohrid werden wir gleich von mehreren Herbergsleitern halb überfallen. Der Erste möchte uns für 9€/Person 2 Appartements der nächste für 7€/Person ein ganzes Haus vermieten. Wir entscheiden uns für die Appartements und beziehen unsere "Wohnungen". Echt prima. Sogar mit Küche und je 2 Schlafzimmern.

In Ohrid selbst kann man sehr gut flanieren, einkaufen oder sich in den unzähligen Restaurants niederlassen. Ein richtiger Urlaubsort eben, welcher von der mazedonischen Bevölkerung gern besucht wird.
Der auf 712 m hoch gelegene Ort Ohrid hat etwa 60.000 Einwohner und macht einen sehr sauberen Eindruck. Da uns selbst auch der Magen knurrt, gehen wir in ein Restaurant direkt am Ohrid-See. Ein Essen zwischen 7 und 15 Euro. Wie gesagt ein Urlaubsort. Danach geht’s noch in ein Irish Pub. Die Kneipen machen hier recht schnell zu obwohl es erst Mitternacht ist. 2 Taxifahrer wollen uns ein wenig chauffieren und wir steigen ein und lassen uns in eine Disco auf der anderen Seite des Sees bringen. Taxikosten 3€ für ca. 5km
Die jungen Leute die hier tanzen, sehen gar nicht so mazedonisch aus. Können Sie auch nicht, sind ja alles Holländer. Wir sind sprachlos. Wollten wir doch eigentlich Land und Leute kennen lernen, so sehen wir hier eine volle Disco mit lauter Holländern. Wir haben damit aber kein Problem und tanzen mit.
Die Party endet Schlag 2 Uhr alle Holländer gehen zum Bus und wir zu unseren Taxi´s die natürlich auf uns gewartet haben.
Endlich schlafen. Gute Nacht.